Reisebericht

Dezember 1999

Taucherfahrung mit den Kapverdischen Inseln 

von Leon Berger, der auch das Copyright auf alle Bilder besitzt!
 
Insel Sal:

3 Tauchbasen, eine davon nicht einsatzfähig, weil Boot kaputt, die 2. (italienisch) begrenzt die TG auf 20m und 20 Minuten (tatsächlich), die 3. Tauchbasis (unter deutscher Leitung) ist einschließlich eines capverdischen Tauchguides ist ok und bietet wirklich gute TG an.

Ich war im Vorjahr auf Sal und bin mit dem Stingray Dive Center tauchen gegangen. Eine einfache, aber gut geführte Tauchbasis mit einheimischen Tauchguides.

Die TG sind nichts für Anfänger: sehr starke Strömung, da das ganze Jahr der Passat weht; und zum Teil Dünung bis auf 20m Tiefe. Abtauchen nur an der Ankerleine bis zur Riffkante, sonst wird man verblasen und zum Fischfutter.

Belohnt wird die Anstrengung jedoch mit großem Fischreichtum und tollen Kavernen und Auswaschungen im Basaltriff, die Konzertsaalgröße erreichen.

Taucher, die seekrank werden, sollten sich das Abenteuer Cabo Verde aus dem Jacket schlagen, da die Tauchplätze mit Schlauchbooten angefahren werden und die Ausfahrten bis zu 30 Minuten über 2 m hohe Wellen gehen (sofern das Meer ruhig ist).

Cabo Verde ist auf Grund der Lage und der Strömung, die dort herrscht, sowieso nichts für Fundiver. Es ist nunmal nicht jedermanns (jederfrau) Sache, mit einem Zodiac 30min in den offenen Atlantik über 2-3m Wellen zu reiten, dann bei massiver Strömung sich die Ankerleine runterzuziehen, und dann im Strömungsschatten einer Steilwand den eigentlichen TG zu
beginnen. 

Dafür habe ich u.a. meine ersten Mondfische bewundern dürfen. Und die Zackenbarsche sind auch nicht geflüchtet, als sie Taucher sahen.

Hier einige Bilder:
 
 
In knapp 6 Stunden erreicht man von München oder Wien mittels des einzigen Großraumflugzeuges (B757) der TAVC die Kapverdische Insel Sal.
Die meisten Bauwerke in St.Maria wurden von den Portugiesen errichtet.
Hauptstraße der Hauptstadt von Sal (St.Maria).
Das Dorf St.Maria im Süden von Sal hat 
noch keine Probleme mit dem Verkehrsaufkommen.
Ein weißer, endloser Sandstrand ist das Merkmal der Vulkaninsel Sal, auf der sich auch der internationale Flughafen der Republik Cabo Verde befindet.
Sicht vom Strand des Hotels aufs Meer.
Das Hotel Morabeza sieht zwar von außen aus wie eine mittelalterliche Festung, ist aber durchaus mit europäischem Standard zu vergleichen.
Neben sauberen Zimmern mit Klimaanlage hat das Hotel auch einen Pool, sowie eine Minigolfanlage zu bieten. Mehrere Billard und Tischtennistische stehen ebenso zur Verfügung.
Nach den (anstrengenden) Tauchgängen ist eine Erholung am Pool angesagt.
Neben dem Hotel gibt es eine Ladenzeile, in der neben afrikanischem Kunsthandwerk auch Lebensmittel angeboten werden.
Meine Wenigkeit mit einem enzückendem Buben aus dem Dorf.
Die kleinen Kinder sind neugierig, da sie selten so weißhäutige Leute aus Europa zu Gesicht bekommen.
Am Markt von St.Maria kann jederzeit der Appetit nach frischen, tropischen Früchten gestillt werden.
Bedingt durch die Lage im Atlantik gibt es auf Sal einen Reichtum an Meeresfrüchten und die werden auch auf der Straße feilgeboten.
Das Stingray Dive Center hat den Sitz im Hotel Belorizonte. Für die schief stehende Tafel ist nicht der Basenleiter, sondern der ständige Wind auf Sal verantwortlich.
Cabo Verde ist touristisch noch nicht sehr erschlossen. Dieser angenehme Aspekt wirkt sich auch auf der Tauchbasis aus. Kein Gedränge, keine Hektik.
In der Basis merkt man die deutsche Gründlichkeit. Alles ist an seinem Platz.
Auf der Basis gibt es vom Anzug über den Regler alles Nötige auszuleihen, sollte man ohne eigene Ausrüstung nach Sal kommen.
Unser einheimischer Tauchguide hatte nicht nur gute Laune, sondern auch auch das Wissen um die schönsten Tauchplätze um Sal.
Das Stingray Dive Center ist eine kleine, aber feine Tauchbasis unter deutscher Leitung.
Endlich ist es so weit, der erste Tauchgang auf Cabo Verde steht bevor.
Trotz der Lage am Äquator ist anzuraten, einen 5mm Anzug für die Tauchgänge zu verwenden. Ich jedenfalls war froh, meinen Halbtrockenen
im Reisegepäck zu haben.
Beim Stingray Diving Center wird mit einem Zodiac 20-30min in den offenen Atlantik gefahren, um die Tauchplätze zu erreichen. Für seekranke Naturen nicht unbedingt das wahre Vergnügen, da die Wellen bei schönem Wetter durchaus 2-3m Höhe haben können.
Hand anlegen beim Wassern des Zodiac ist angesagt.
Der Lohn dafür: Kein Massenauftrieb. Tauchen auf Cabo Verde hat etwas familiäres an sich.

Die Unterwasser-Welt:
Das Wahrzeichen von Sal (echt!)
Keine Schnee-, sondern eine Salzwüste. 
In diesem Krater wurde unter der portugiesischen Herrschaft Salz gefördert und mit Hilfe einer Lastenseilbahn mehrere Kilometer zur Küste befördert.
Bedingt durch die Lage (einige Meter unter dem Meeresspiegel) wird es auch in nächster Zukunft keinen Salzmangel in diesem Krater geben. Dort holen sich heute noch die Einheimischen das Salz (und verkaufen es an die Touristen)
Der Rest der Materialseilbahn, heute ein beliebtes Postkartenmotiv auf Sal.
Sonnenuntergang auf Sal.
Das beste Essen mit Musik und Tanz auf Sal findet man im Restaurant Funana, (wird übrigens von einem Deutschen, der mit einer Cabo Verde Dame verheiratet ist, geführt) direkt am Strand von Sal gelegen.

Leon Berger
berger-edv@chello.at
http://www.tdc.at
 

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